goldgesicht Rundgang Beginn Wein Signe

Treffpunkt ist der Parkplatz am Tennisheim an der Schulbrücke
und wandern am Kindergarten und der Volksschule vorbei bis zur Kreuzung
diese überqueren wir, blicken aber in Richtung Leisau und sehen am ortseingang eine Aufschüttung
Diese war in früheren Jahren als Laimengrube, also Lehmgrube bezeichnet.
Hier holten sich die Töpfer ihren Lehm und es wurden auch Ziegelsteine geformt und luftgetrocknet, welche dann in den Häusern als Zwischenwände verwendung fanden

2-Parken-Campingplatz- (1)
Parken-Campingplatz-42
Festplatz-77
Festplatz-74
Festplatz-76

leider fehlt hier der Humboldtweg als Schau und Orietierungstafel

Tennisheim-71
Weizbühl-66

Wir überqueren die Leisauer Straße und sehen schon nach einigen Metern den Pavillon , der uns die Fränkische Linie anschaulich mit einem Modell nahebringt

Blick-Lehmgrube-64

Blick in Richtung Leisau, links die ehemalige Laimen /Lehm) Grube
Hier holten sich die Töpfer ihren zum Handwerk benötigten Lehm
Auch Tonziegel wurden hier geformt und als luftgetrocknete Steine für den Innenausbau der Wohnhäuser verwendet (das Format war etwas breiter, dafür in der Höhe schmäler)
Vor Jahren wurde diese Grube alsStädtische Abfallgrube benützt
unter der Humusschicht befinden sich die Bohrkerne von der Firma Pegasus, welche ihr Büro im ehemaligen Wirtshaus zum Fritz hatte, das jetzt als Apotheke umgebaut  wurde

HW-1

Ein erster Versuch, den Humboldtweg mit Schildern zu bestücken
 (am Ludwig Wittmannschacht)

Planung-Humboldt-Wanderweg---8-
Planung-Humboldt-Wanderweg---3-
02-19Er-ffnung-Katharinenpark-Wunsiedel-25.05

Der große Wunsch, eine Bergmannsgruppe aufzustellen wer macht mit?

Historischer Rückblick bei der Eröffnug des Humboldtweges am 05.06.1993
 von Eberhard Arnold, Vorsitzender des Vereins “Heimatmuseum Goldkronach e.V”
.Sammlung Günther Wein,
 

 Wir stehen hier unmittelbar an der Halde des ehemaligen Förderschachtes der Zechenanlagen” Ritter Sankt Georg” und ”Namen Gottes”
Der Schacht hat eine Teufe von 44 Lachter, das sind ca. 88 m. Wie aus einem Protokoll von 1740 zu entnehmen ist, und reichte fast bis auf den Grund des Kronachtales
.
Nach der Fürstenzeche im Brandholzer Tal ist dies die zweitgrößte Grubenanlage im Goldkronacher Revier.
Das Bergbaugebiet erstreckt sich vom Weißen Main bis nach Nemmersdorf.:
Viele Grubenbezeichnungen sind noch heute bekannt, wie der “Seilaustollen”, der “Faule Iglel” usw.
Die Geologische Situation ist im Gebiet von Goldkronach sehr unterschiedlich, Formationen  des Erdaltertums, die herausgehoben  wurden, stoßen an einer gewaltigen Störung, der Fränkischen Linie, direkt an die Formation des Erdmittelalters.
Diabasgänge durchschneiden hier im alten Gebirge die Sedimentgesteine des Erdaltertums.
Die für den Bergmann so wichtigen Erzgänge, Klüfte mit Quarz und Erz gefüllt, durchziehen das Gebirge überwiegend in Nord-Süd-Richtung.
Der Bergbau hatte den Abbau von Gold und später auch Antimon zum Ziel.
Außerdem wurde bis etwa 1750 in der zeche “Unverhoffter Segen Gottes” Alaunschiefer abgebaut zur Gewinnung von Schwefelsäure, Kupfer- und Eisenvitriol.
Die Stadterhebung von Goldkronach geschah 1365 nach dem Vorbild der Märischen Bergstadt Iglau durch den Nürnberger Burggrafen Friedrich V.
Schon vorher wurde der Goldbergbau betrieben.
Die Blütezeit dürfte 1430 zu Ende gegangen sein.
Während der Regierungszeit der Burggrafen von Nürnberg und der späteren Markgrafen von Andechs und Bayreuth, wurde der Bergbau nach verschiedenen Unterbrechungen, bedingt durch Kriege und Seuchen immer wieder fortgesetzt.
1695 war Markgraf Christian Ernst mit dem Ertrag sehr zufrieden und ließ einen Ausbeutedukaten prägen, in den folgenden Jahrzehnten wurden keine nennenwerte Erfolge erzielt.
In der preußischen Zeit von 1792 bis 1806 ließ der preußische König Friedrich Wilhelm III. ebenfalls einen Ausbeutedukaten prägen mit der Inschrift “Feines Gold aus der Fürstenzeche”
Nachdem das Gebiet 1810 an Bayern gefallen war, nahm sich der Bayrische Staat um den, während der französischen Besatzung vollkommen  darniederliegenden Bergbau an und ließ die Fürstenzeche und die Silberne Rose aufwältigen , so daß wieder gefördert werden konnte.
Für die Kinder der vielen Bergleute mußte eine neue Schule  in Brandholz gebaut werden..
1855 ließ der bayrischeKönig Maximilian II. den letzten Ausbeutedukaten im Goldkronacher Bergbaurevier  prägen, bald danach ging auch diese Bergbauepoche zu Ende.
Die letzte Bergbauzeit im Goldkronacher  Revier  war von 1920-25, als die Fichtelgold AG den Ludwig Wittmann Schacht in Brandholz 100 Lachter =200m abteufte und die tiefer liegenden Bergbauvorkommen baute.
Der Humboldt-Weg berührt Relikte aus den verschiedenen Bergbauepochen, aber nur einen Teil der vielen noch sichtbaren Schächte, Stollenmundlöchern, Pingen und Halden.
Dieser Wanderweg wurde vom Goldkronacher Heimat-und Bergbauforscher Günther Wein, nach dem berühmten Naturforscher Alexander von Humboldt benannt.
Nach seiner Ausbildung an der Bergakademie in Freiberg/Sachsen wurde Humboldt vom Leiter des preußischen Bergwesens, Minister Friedrich Anton von Heinitz, in die “neuen Provinzen” gesandt.
Schon am 20. Juli 1792 war Humboldt auf einer Inspektionsreise in Goldkronach und hatte die Fürstenzeche befahren.
Am 1. Juli 1793  , also genau vor 200 Jahren und das ist auch der Anlaß, weswegen heute diese  Eröffnung des Weges stattfindet, trat Alexander von Humboldt seinen Dienst als Oberbergmeister in Franken an. Ihm unterstanden die drei Bergamtsreviere Naila, Wunsiedel und Goldkronach.
Trotz des Widerstandes aus Berlin, wurde die Arbeit in der Fürstenzeche wieder aufgenommen.
Ein strafforganisierter Abbau, das Erkennen der wesentlichen geologischen Strukturen und die Bevorzugung von Antimonit verhalfen dem Bergbau zu einer kurzen Blüte und verschafften der armen Bergbevölkerung wieder Arbeit und Brot.
Im Heimatmuseum Goldkronach können Sie über den Goldkronacher Bergbau und über Alexander von Humboldt informieren.
heute geöffnet 14 bis 18 Uhr.
Die noch heute sichtbaren Zeugnisse einer fast 500 jährigen Bergbaugeschichte, wenn es auch nur Mulden, Löcher und Halden sind, sollten nicht unter dem Müll einer modernen Gesellschaft für immer verschwinden, sondern den nachfolgenden Generationen weiterhin sichtbar bleiben

Glück-Auf

Das heutige Goldbergbaumuseum befindet sich  im ehemaligen Forsthaus in der Bayreuther Straße und ist an
 Sonn- und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet
Sonderführungen unter 092739840 Stadtverwaltung Goldkronach

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