Schloß Goldkronach
Goldkronach-Orte-1848
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im Schloßgarten
Humboldt Büste

 

Die Geschichte des Goldkronacher Rittergutes und Schlosses
Die Stadt Goldkronach ist, was vielleicht vielen unbekannt ist, mit den drei im Stadtbereich liegenden Schlössern: Goldkronach, Nemmersdorf und wohl Leisau die schloß reichste Stadt im Landkreise Bayreuth
Das Schloß von Goldkronach, von der Größe her auch von Ortskundigen kaum zu übersehen, wurde etwa um die Zeit der Stadterhebung im Jahre 1365 erbaut. In der Stadtgeschichte ist zu lesen  :Nach dem Aussterben der Orlamünder 1338 fiel ihr Erbe an Burggraf Johann von Nürnberg, an den dann auch im Jahre 1341 unsere Gegend und damit auch Goldkronach kam. Seit dieser Zeit gehörte Goldkronach zur Dynastie Brandenburg , bis es mit dem ganzen Fürstentum an Bayern kam.

Um die Zeit 1341 bestand Goldkronach  nur noch aus drei Bauernhöfen, einer gehörte dem Burggrafen von Nürnberg, der andere dem Schützen von Laineck und der dritte den Herren von Nemmersdorf. Als im Jahre 1365 Goldkronach zur Stadt erhoben wurde, wurde der markgräfliche Hof zerschlagen und den Bürgern gegeben, welch wegen der wegen der Bergwerke hier niedergelassen hatten.

  • Als Goldkronach zur Stadt erhoben wurde, baute  Schütz von Laineck auf seinen Hof ein Schloß. Die Schützen sind also die ältesten Besitzer des Schlosses. Als um das 5 Jahre  1465 Hans Schütz ohne männliche Leibeserben verstarb, fielen seine Lehen dem Kurfürsten Albrecht zu Brandenburg heim, welcher sie dem Wilhelm von Laineck, Schütz ernannt, Amtmann in Goldkronach gab. Die von Laineck empfangen das Rittergut Goldkronach zu Mannesjahren.
    Lag es in den schlimmen Zeitläufen oder sonstiger Umstände, im Jahre 1619 9 kaufte  Jobst Siegmund von
     Schaumburg die Lehen. Bereits 1645 wechselten  die Lehen wieder durch Verkauf an Joachim Dietrich von Schirnding. Der nächste Verkauf erfolgte an Lorenz von Reitzenstein, welcher es 1667 dem Urban Jakob von Laineck zum Kauf gab, der 1670 verstarb. Nachdem auch sein Sohn Christian Erdmann von Laineck im 18. Lebensjahr verstarb, wurde das Lehen   heimfällig
    . Durch Vergleich am 31. Oktober 1685 traten die Erben das Rittergutes Goldkronach an den Markgrafen Christian Ernst ab.
     Am 9. Dezember 1697 wurde ein Teil dieses Rittergutes an Wolf Bernhard von Kanne verkauft, und zwar:  der Schloßbau, das Brau-, Schaf-, Mulz- und Viehhaus, Stadel  und die sogenannten Hofwiesen. Am 26. Juli 1705  verkaufte Wolf Bernhard von Kanne das Rittergut an Oberforst- und  Jägermeister Hanns Wilhelm von Gleichen. Am 30. Dezember 1727 verkauften die Hinterbliebenen von  Gleichen das Rittergut an den Obristenwachtmeister August Moritz von Waldenroth.  Dieser Waldenroth erhielt das Rittergut als Söhne- und Töchterlehen und weil er keine Kinder hatte, nahm er seinen Schwager Johann Friedrich  von Rosenau zum Mitbelehnten. Christian Ernst Freiherr von Reitzenstein, brandenburgisch-kulmbacherischer Generalmajor kaufte das Rittergut 1739 . Am 13. Februar 1750 kaufte es der Regierungsrat Johann Christian Braun, welcher es am 28. Mai 1750 zu Söhn- und Töchterlehen empfing. Des Käufers Enkel Johann Christian Braun starb 1801 und Hans Christian Braun 1818. Letzterer hinterließ nur eine Tochter Jeanette Amalie, verehelichte Wipprecht, welche 1837 starb und das Schloß an Landgerichtsrat Hermann von Regemann vererbte. Als dessen Sohn Maximilian kinderlos 1901 verstarb, erwarb das Schloß die Familie Mader und Wagner von Goldkronach. 
    Von diesem Erwarb im Jahre 1969 Dr. Nikolaus Sidorenko das Schloß. Dr Sidorenko investierte sehr viele Mittel und renovierte das Schloß in vorbildlicher Weise ohne staatliche Zuschüsse. Dabei legte er äußersten Wert darauf, daß der ursprüngliche Zustand blieb, beziehungsweise wieder hergestellt wurde. Mit der Anlegung des sehr schönen Schloßparkes fand die Renovierung ihren Abschluß. Das Schloß und seine Umgebung bieten heute einen Anblick der der Vergangenheit des mit der Stadtgeschichte eng verbundenen Gebäude würdig ist.
    Der Stadtrat weis die geleistete Arbeit von Dr. Sidorenko und seiner Familie sehr wohl zu schätzen und würgigte diese Leistung bei der Schloßeinweihung 1974 mit der Überreichung einer Dankesurkunde und einem Ehrenring, der das Stadtwappen trägt
    Nach dem Tode von Dr. Nikolaus Sidorenko kaufte der Landtagsabgeordnete Koschik das Schloß was er mit sehr großem Aufwand restaurieren ließ

Ansichten aus vergangener Zeit

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Die Besitzer des Rittergutes Goldkronach

1421                Heinz und Hans Schütz von Laineck
1465                Wilhelm von Laineck
1506                Hans von Laineck
1530                Paul von Laineck
1570  um          Hans Wilhelm von laineck,
          später     Hans Gilg von Laineck
1595                Christoph  Ernst von Laineck
1601                Paulus Jacob von Laineck
1610                Georg Wolf und Dietrich von Laineck
1619                Jobst Siegmund von Schaumberg
1624                Georg Wolf von Schaumberg, später Hans Caspar
                        und Reinhard Siegmund von Schaumberg
1645                Joachim Dietrich von Schirnding
1657                Sybilla von Schirnding
1663                Christoph Lorenz von Reitzenstein
1667                Urban Jacob von Laineck
1670                Christiana Sophia von Laineck und Sohn Erdmann
1684                Christian Ernst Markgraf zu Brandenburg
1697                Zerschlagung des Rittergutes
1697                Wolf Bernhard von Kanne
1705                Hans Wilhelm von Gleichen
1727                Moritz August von Wallenroth
1739                Christian Ernst von Reitzenstein
1750                Johann Christoph Braun
1765                Wolfgang Anton Braun
1785                 Johann Friedrich Braun
1807                Heinrich Christoph Braun
1818                 Jeanette Amalia Wipprecht, geborene Braun
1847                Hermann von Regemann
1849               Auflösung der Lehensverbände, nunmehr Schloßgut
1874  um         Max von Regemann
1901                Hugo von Regemann
1902                Karl Wagner und Johann NikolausMader
1920               Aufteilung des Schloßgutes
1920               Karl und Margareta Wagner
1947               Nikolaus Wagner
1969               Dr. Nikolaus Sidorenko
19??                Koschik

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