goldgesicht Unterer Scheibenschacht Wein Signe

Hier geht es weiter

433e73bea3424
17-Unterer-Scheibenschacht (96)

Foto Günther Wein

U-Scheiben----65-

Vor 1800 war hier noch keine Steinmauer, sondern es ging hier ein Fahrweg zu der noch fast vollständig erhaltenen Zeche Unterer Scheibenschacht.
Diesen Fuhrweg benützte auch der Bayrische König 1827, als er einen ganzen Tag lang dieses Bergwerk inspizierte, um danach mit seiner Gattin ins Hohe Fichtelgebirge nach Bad Alexandersbad zur Kur zu fahren.
Bei der Wiederaufwältigung der Fürstenzeche zur Zeit des Königlich Bayrischen Bergbaus 1828 bis 1833 war er wohl der wichtigste Schacht für die Förderung von Gold und Antimonit.
Das Gebäude diente hier als Laboratorium.hier wurden Proben der gefundenen Erze im Mörser gemahlen und dann im Muffelofen geschmolzen.
Das angelieferte Erz wurde im Keller des Laboratoriums aufbewahrt.
32.) Die Kaue wurde in der Bayrischen Zeit umgebaut, und der Schacht auf 56m neu ausgemauert
Oben sehen wir einen Glockenturm, der 1842 neu aufgesetzt wurde, und die Schichtglocke wurde noch in den 50er Jahren benutzt, wenn Brandholzer Bürger verstarben, wurden sie mit einem schwarzen Holzleiterwagen, der von zwei schwarzen Rössern des Goldmühler Bauern Karl Dürrschmidt nach Goldkronach zum Friedhof gefahren.
Am Friedhofskirchlein war eine kleine Totenkammer angebaut, wo die Toten dann aufgebahrt wurden.

U-Scheiben---360-
17-Unterer-Scheibenschacht--173-
Schacht-8

Foto Günther Wein

17-Unterer-Scheibenschacht--295-

Originalschrift Fritz Zürl

15-U-Scheiben---12-_1

der 60m tiefe Förderschacht

Foto Fritz Zürl

Bei der Restaurierung um 1990 wurde der Außenputz von dem Schachtgebäude entfernt und es kamen links und rechte Torbogen zum Vorschein, wo die Fuhrweke zum beladen an den Schacht gefahren wurden.
Bei der Innenrestaurierung wurde auch der Fußboden entfernt
Hier stellte sich heraus, daß der seit Kriegsende hier wohnende Schuster ausgerechnet über dem Schachte seine Werkstatt aufgebaut hatte.
Wehe, wenn er seine Wut am Stiefel ausgelassen hätte, wäre er wohl durch den Holzfußboden gebrochen und 56 Meter in die Tiefe gefallen, wo er dann im anstehenden Grubenwasser gelandet wäre.

Unterer-ScheibenschachtSchuster-493

Im Schachtgebäude siedelten sich Schuster und ein Kolonialladen an

U-Scheiben-287----Kopie
U-Scheiben-Bergamt-66

Foto Günther Wein

Foto Günther Wein

Das Siegel des Bergamtes Wunsiedel in Brandholz
als Ersatz für das 1838 verbrannte Bergamtssiegel des Bergamtes Goldkronach

2-U-scheiben-Zunftwappen--140_1

Foto Günther Wein

2-U-Scheiben-Beamter--154_1

Foto Günther Wein

Fritz Zürl schrieb 1988:
Die Gebäude der unteren Scheibenschachthalde der Fürstenzeche in Brandholz

Das Zechenhaus:
1838 im August Bau abgeschlossen Eingeschoßig mit Zechenstube, Steigerwohnung
Gewölbe für Gezähe und Erze im Untergeschoß.
1856 Wegen Verlegung des Bergamtes Wunsiedel nach Brandholz aufgestockt,
Bezeichnung: Bergamt Wunsiedel in Brandholz.
1864 Verlegung Bergamt nach Bayreuth
1833 nun Bergamt Bayreuth
1865 im Protokoll als Beamtengebäude.
1867 im Kaufvertrag als Zechenhaus bezeichnet.
Nebengebäude:
1838 erbaut mit Holzlege, Wagenremise, Kutscherstube und Waschküche.
1930 abgerissen, Kutscherstube bis dahin von Zugehfrau bewohnt.
1931 Neubau für Carl Steger, zuletzt Malm¶, Schweden, Vetter der damaligen Eigentümerin der Halde
Schmelzhütte:
1838 erbaut mit zwei Erzkammern, (Gewölben im Keller), Tore zur Straße.
1850 Umbau zur Probieranstalt, da neue Antimonsaigerschmelzhütte auf der Schmidtenschachthalde errichtet war.
1852 Erweitert und eingerichtet, allmonatliche Erzproben.
1867 im Kaufvertrag: Probierlaboratotium.
1850 Errichtung der Umschließungsmauer der Halde  laut Zürl Volig Wunsiedel.
1838/39 alte “desolate”€ Kaue durch geräumige neue gemauerte ersetzt.
1839 Ausmauerung des unteren Scheibenschachte auf 9 Lachter Seiger Teufe= ca. 18m- Kosten 1313 fl. Fänkische Gulden
1842 auf Veranlassung des Bergmeisters Schmidt , Turm auf Schachtgebäude errichtet und mit Glocke versehen.
1851 durch eingesetzte Riegelwand eine Werksschreinerei gewonnen.
1853 Schul- und Betstube für die Bergleute.
1856 Steigerwohnung ; Steiger Rödel mußte ehemaliges Zechenhaus, nunmehr Bergamtsgebäude verlassen.
der Schacht muß vorher wohl zugemauert worden sein.
1867 im Kaufvertrag: Gebets- und Zechenstube.
Steiger Rödel wurde 1860 nach Erbendorf versetzt

Originaltext vonFritz Zürl, ehemaliger Besitzer

U-Scheiben-Labor-778
U-Scheiben-Labor---84-

Foto Günther Wein

das ehemalige Labor mit Erzkeller

Foto Günther Wein

17-Unterer-Scheibenschacht--173-

Foto Günther Wein

[Goldbergknappen] [Humboldtweg] [Rundgang Beginn] [Rund um Goldkronach] [Michael Götz] [Persönlichkeiten] [Kindergarten] [A.v.Humboldt Volksschule] [Geopunkt 8] [Zeche Goldkronach] [Katholisch Kirche] [Friedhof mit Kapelle] [Wanderparkplatz] [Gesegneter Friedrich] [Zartenhaus] [Silber Rose] [Zoppatental] [Chronik Brandholz] [Pochwerk 1562] [Mühle+Rautenkranz] [Unterer Scheibenschacht] [Denkmale] [Steinbruch] [Glasmacher] [Schmidten-Weiher] [Pochwerk Bayrische Zeit] [Heintzen-Weiberfeind-Schacht] [Schmidten-Schacht+Halde] [Nasses-Lichtloch] [Ludwig Wittmann-Schacht] [Tannen-Schacht] [Schönauer-Schacht] [Alter (Gold)-Schacht] [Oberer Scheiben-Schacht] [Jakobi-Schacht] [Rautenkrantz-Zeche] [Oberer Tannen-Schacht] [Ferber-Schacht] [Ritter St. Georg-Zeche] [Gemeinsames Zechen-Haus] [Oberer Name Gottes-Stollen] [Pingenzug Name Gottes-Zeche] [Mittlerer Name Gottes Stollen] [Tiefer Name Gottes Stollen] [Schmutzler-Zeche] [Häfners-Graben] [ev Stadtkirche] [Geburtshaus Otto Tornesi] [Distlers Mühle] [Kirchgasse] [Keller-Gasse] [Museum+Heimatgeschichte] [Schloß Goldkronach] [Stadt-Tor] [Ehemalige Gasthäuser] [Häfnerei] [Mühlen] [Goldwäscher] [Alaunbergwerk-Beständig Glück] [CZ Bergbau Plana] [Links] [Impressum] [Unbenannt396]