goldgesicht Ludwig Wittmannschacht Wein Signe
An-Humboldt-Wanderweg---247-
DSC08030
Fichtelgold--15-

Hier sollte die letzte Lore aufgestellt werden, um den Humboldtweg aufzuwerten es sollte auch eine Schautafel hier stehen, um den geneigten Wanderer zu informieren

26-Fichtel- 218
Brandholz-043--2-
Fichtelgoldaktie-63
Brandholz-491--2-1
26-Fichtel--196_1

links ein Teil der alten Bergwerkshalde

Von der gesamten Bergwerksanlage blieb nur der Sockel des Förderturms übrig, der daneben noch sichtbare Kreis war der Förderschacht mit einer Teufe von 200 Meter
Leider hat der Grundbesitzer den nach der Sicherung der Rasenkantenbank ihn durch ein Wochenendhaus überbaut

26-Fichtel--197--2-
26-Fichtel-Narius 7 (2)
kiessling
Logo_Wein_1_1

100 Jahre Ludwig Wittmann-Schacht

Denkschrift
zur Eröffnungsfeier der neuen Pochwerksanlage
am Ludwig Wittmann Schacht zu Brandholz bei Goldmühl

 

    Nach der am 28. Juni 1920 erfolgten Gründung der Gesellschaft wurden zunächst die von den Vorbesitzern Direktor Otto Heer
    und Dr. Arthur Favreau begonnenen Aufschlußarbeiten in den Grubengebäuden der “Fichtelgoldzeche” und “Silbernen Rose” fortgesetzt.
     Das Hauptgewicht wurde von vornherein auf die goldführende Erzgänge gelegt, die das Revier der “Fürstenzeche” durchstreichen. Durch diese Arbeit wurde erkannt, daß wir mit dem Erzabbau unter die alten Abbaue gehen mußten. Zu diesem Zwecke wurde in
    der Zeit vom 7. April bis 31. März 1922 der 200 m tiefe Ludwig Wittmann Schacht niedergebracht, der zunächst den ”Hauptgang”, den Hauptgolderzträger und den “Kiesgang” erschloß.
    Die Errichtung der Pochwerksanlage, die Einrichtung des maschinellen Teils und die Umstellung vom auf den elektrischen Betrieb erfolgte in der Zeit vom November 1922 bis Juni 1923. Am 26. Juni 1923 konnten 2 Fünfstempelpochwerke (System Grusonwerk) zum ersten Mal in Betrieb genommen werden.  Ein weiteres Fünfstempelpochwerk befindet sich in Montage und wird in kurzer
    Zeit ebenfalls die Arbeit mit aufnehmen.
    In der am 28. Juli stattgefundenen Feier der Eröffnung des Pochwerkes hatten sich über 100  Aktionäre aus allen des Reiches und mehrere hundert Gäste eingefunden, unter diesen 17 Landtagsabgeordnete, 13 Stadträte der Kreishauptstadt Bayreuth, die Bürgermeister der benachbarten Städte und Ortschaften., die Vertreter von Kirche und Schule und der Forstbehörde e, sowie zahlreiche Vertreter der Presse
    Die bei dieser Gelegenheit gehaltenen beiden bedeutungsvollen Reden des Aufsichtsratsvositzenden, Kommerzienrat Ludwig Wittmann und des Generaldirektors Dr. Favreau, die ein anschauliches Bild über die Geschichte des Unternehmens gewähren, lasse ich im Wortlaut folgen.
    Bayreuth, den 31. Juli 1923.

Fichtel-Brandholz-555
108--2-
26-Fichtel-ges-023--3-

Ausschnitt aus einer Postkarte
hier sieht man die ehemalige Gesamtanlage des Ludwig Wittmann Schachtes mit Förderturm, Pochwerk, Trafostation und Waschanlage
dies ist alles verschwunden, nur die Halde ist verwachsen übriggeblieben

Brandholz-479
107

Aufführung mit den Zwerglein der Volksschule Brandholz bei der Einweihungsfeier

    Ansprache des Aufsichtsratsvorsitzenden, Kommerzienrat
    Ludwig Wittmann Stuttgart
    Hochverehrte Festversammlung! Liebe Freunde und Mitarbeiter!
    Wenn die Wichtelmännlein, die alten Schutzgeister des Bergbaus, heute aus ihren goldenen und silbernen Kämmerlein aus den Tiefen unserer Mutter Erde heraufschauen in unseren Kreis und sie mit Staunen sich überzeugen, was wir hier alles geschafft haben, und was wir noch vorhaben, dann werden sie vergnügt mit den Äuglein zwinkern und mit fröhlichem “Glück - Auf” Schlägel und Eisen erklingen lassen zum Zeichen ihres Beifalls über die Fortsetzung ihres vor Jahrtausenden begonnenen Werk. Das Fichtelgold, das sie uns treulich gehütet und bisher nur in bescheidener Menge heraufgegeben haben, weil die Menschen es nicht verstanden, aus dem kostbaren Schatz mehr zu gewinnen, es wird ja nun reichlicher gespendet werden, als Segen des Bergbaus zum Heil der Menschheit.  Wir haben gelernt, den Schätzen der Natur schaffend und strebend näher zu kommen. Wir haben uns die Kunstfertigkeit erworben, die spröden Gaben der kargenden Unterwelt reicher fließen zu lassen. Uns ist das beste, und zuverlässigste Heilmittel geworden gegen Deutschlands große Not und Armut,  die Zauberkraft des Goldes, an dem alles hängt und nach dem  sich  alles drängt im Leben, Freund und Feind. Wir stehen hier, in unserem ganzen Innern erfüllt von der felsenfesten Überzeugung, daß hier ein Gesundbrunnen fließt für die wirtschaftliche und damit auch ideelle Genesung Deutschland,  daß wir eine der Quellen besitzen und neu gefaßt haben, aus der uns die Kraft werden soll zur Befreiung des deutschen Vaterlandes aus dem Joche der Knechtschaft und aus den Banden heroldischer Fronarbeit.
    Und wie unsere ursprünglichen und letzten Kräfte gleichermaßen zurückgehen auf die Veredlung des Körperlichen durch das Geistige, wie die Idee stärker ist als alles Materielle, wie das Moralische ( nach dem bekannten Wort des schwäbischen Aestheten Friedrich Theodor Vischer) “sich selbst verstehen”, so stoßen wir bei seinem Rückblick über den bisherigen Entwicklungsgang unseres Werkes auf nichts Geringeres als die treibende Kraft der drei Kardinaltugenden, die in allen Religionenund zu allen Zeiten als die ersten Tugenden galten, auf die sieghafte Macht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.
    Ja, liebe Freunde, wir haben von Anfang an geglaubt, an die Goldschätze im Fichtelgebirge und an unseren Schacht. Wir haben den Glauben nicht blindlings übernommen, wie Kinder mit

Richtfest am neu erstellten Förderturm

0289--2-
Fichtel-von-Buschendorf--2-

Mitte: Prof Puschendorf,
der später in Claustal-Zellerfeld lehrte

B6-013
26-Fichtel--204--3-

Fritz Zürl schrieb am 17.8.1988:
Zur Geschichte der Gold-und Fürstenzeche
im Goldkronacher Revier

1853 “ein Besuch im Goldkronacher Bergbaugebiet”
veröffentlicht von Dr. Singer im Siebenstern 2/1961
Der Besucher Dr. Winterling beschreibt anschaulich die Arbeitsweise des Waschwerks.
1856 Antimonnachfrage groß: Weiters Waschwerk vorgesehen
17. 10. Bergbau in Erbendorf geht in Gewerkschaft über.
1857 19.2. “Erbendorfer und Brandholzer Erzbergbau und Hüttengewerkschaft”
1859 Oktober “Erbendorfer Bergbauhüttenverein”
Seit 1857 : Abbau nur noch auf Antimon, auf Gold eingestellt.
1860 25. 7. Aktiengesellschaft:
Hauptaktionäre: Bayrischer Staat,
Hofbankier Jos. v. Hirsch, München
Freiherr v. Cramer-Klett, Nürnberg
u.a.
Bergmeister in Brandholz:, ( Hahn )
Vertreter in Erbendorf :(Ostler, Obereifahrer)
1860-1864 : Ausbäute Jährlich etwa 300 Zentner Antinon
1865 Protokoll: Einschätzung der Gebäude und Grundstücke
1866 16.4. 1866 Jos. v. Hirsch ersteht als Aktionär des Erbendorfer Bergbau- und Hüttenvereins u. a. die Brandholzer Bergbaugebäude und Grundstücke einschließlich der Mutung
1867 Verkauf des Zechenhauses usw. mit Grund an Karl Steger
1874 Verkauf des Pochwerkes, Schmelzhütte usw. ohne Mutung an Karl Steger
1906 ab da Bergdirektor Otto Heer bereitet neuen Bergbau vor
1919 Zusammenkunft von Otto Heer, Dr. Favreau mit mehreren Persönlichkeiten  in Brandholz (im alten Zechenhaus Unterer Scheibenschacht)
1920 Gründung der Aktiengesellschaft “Fichtelgold”
1920 Pochwerk, Schmelzhütte, Kohlenhaus, Erzsturzplatz verkaufen Geschwister Steger an Fritz Mösch, Elektriker.
Beginn der Stromversorgung in Brandholz.
1922 Fichtelgold AG kauft obige Grundstücke und Gebäude, verpflichtet sich zur weiteren Stromversorgung.

 

Fichtel--241
B6-030

Fritz Zürl schreibt am 17.8. 1988:
Zur Geschichte der Gold- und Fürstenzeche
im Goldkronacher Revier

Der Tiefe Fürstenstollen (Christian Ernst Stollen) und seine Schächte

1363/1400    Der untere Scheibenschacht mit den ersten Licht- , Luft- und            Förderschächten genannt, die zum Christian Ernststollen gehören.
1607     Bergmeister Marcel Heß: Der untere Scheibenschacht, “wo jetzt alle F  örderung gehalten wird, ist krank”.
1614    Voigt Dresselscher Riß der Alten Gold- und Fürstenzeche;
Unterer Scheibenschacht mit Fahr- und Förderschacht, Scheibe für Scheibenknechte
1722    Beuyel : Markscheiderrisse im Vergleich mit der Trommleschen Charte
1773     Schönauer- Plan:  Verlegung des Bergbaus nach Süden
1786     Grund - und Saigerriß über Schmidtenstollen und Fürstenzeche, sowie Tagzug von den ehemaligen Christians Stollen.
1785     Hofmeister Füssel mit Zöglingen im Schmidtenstollen.
1794/1795 Drei Humboldt Briefe : Probieranstalt, -gewichte.
1797      Riemann : Grund- und Seigerriß der Fürstenzeche.
1794/1802 Pochwerk, Röstofen, Erzmühle gebaut
1803     Generalbefahrungs- protokoll Goldkronach, die Fürstenzecher Wäsche betr.
1827/1828 Wiedergewältigung des Tiefen Christian Stollen durch bayrischem Staat, Auftrag an Bergamt Wunsiedel in Brandholz, Protokoll
1828     Pläne und Schriften über Tiefen Christians Stollen
1830/1832 Winkelbuch , Markscheideraufnahmen
1836      Goldkronacher Stadtbrand und seine Folgen, Bericht des Bergamtes Wunsiedel in Brandholz
1837      Die Fläche der Spießglasgrube  Fürstenzecher Trümmer (Schmidtenschacht) wird vom bayrischen Staat beträchtlich erweitert,
1831 hatte er bereits die Schickung Gottes- Zeche von Eigenlöhnern übernommen.
1844     Funkt, Christ. Schmidt: Grund- und Seiger- und Quer-riß über die   Spießglanzzeche Fürstenzecher Trümmer.
1849      Antimon- Fund am Flügelort Schickung Gottes
1851 Protokoll, Betrieb, Hebung Aerarial Bergbaus Zechenhaus 28.6. 1651
1851    bayr. König Maximilian II. am 9.7. 1851 hielt sich 2 Stunden im Zechenhaus des            Unteren Scheibenschachtes auf, bevor er mit Gattin nach Alexandesbad zur Kur ging
 

 

B6-029
Bildergalerie1-249
26-Fichtel--223--2-

August Sieghardt aus Nürnberg schrieb 1933
Wiederaufnahme des Bergbaus bei Brandholz
Kürzlich hörte man, daß in Stuttgart eine neue Gesellschaft mit 6000 Anteilen errichtet worden sei, die die alten Bergschächte der  alten ehemaligen, 1920 gegründeten “Bergbau Aktiengesellschaft Fichtelgold” in Brandholz bei Berneck i.Fi. erworben hat und die Gewinnung von Gold, Silber Antimon und andere Erzen in ihren 463 Hektar umfassenden Grubenfeldern im Fichtelgebirge wieder aufnehmen will.
Nicht nur im Fichtelgebirge, sondern auch im übrigen Bayern wird man diese Mitteilung mit einiger Bewunderung aufnehmen, denn alles, was man bisher, besonders in den letzten zehn Jahren, über das Wiederaufleben des Gold- und Silberbergbaus im Fichtelgebirge und über die Entwicklung dortiger Bergbaugesellschaften gehört hat, war nicht dazu angetan, das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der Öffentlichkeit zu diesem Industriezweig zu befestigen. Es gab mehr Endtäuschungen  als  Erfolge, und nicht nur Hunderttausende, sondern Millionen wurden bei  diesem mit großer Hoffnungen begonnenen Versuchen, im Fichtelgebirge nach Gold und Silber zu graben, verloren. Es ist seltsam, daß der mehr als tausendjährige Traum von ausgiebigen Goldadern in dieser Gegend auch heute noch Anhänger findet. Die allerersten Schürfungsversuch  nach Gold wurden im Fichtelgebirge schon im neunten Jahrhundert , also vor rund elfhundert Jahren, unternommen. Mittelpunkt war das Städtchen Goldkronach, das jahrhundertelang das ersehnte Ziel aller Goldsucher war. Unter der Regierung des Burggrafen Friedrich V. , der Goldkronach zur Stadt erhob, wurde hier, am sogenannten Goldberg, ein regelrechter  Goldbergbau betrieben, der in der Zeit von 1365 bis 1430 seine Blütezeit erlebte und zu den kühnsten Hoffnungen berechtigte. Obwohl das eindringende Wasser die völlige Ausnutzung der Gruben verhinderte, ergab sich bei den Schürfungen ein Reinertrag von 2400 rheinische Gulden pro Woche. Am ergiebigsten erwies sich die sogenannte Fürstenzeche  bei dem Dorfe Brandholz. Unter  den fremden Goldsuchern, die ins Fichtelgebirge kamen, waren die Walen, das heißt die Welschen, stark vertreten. Kriegszeiten, wie der Hussitenkrieg und der 30 jährige Krieg, sowie die Entdeckung von Goldfeldern im Ausland, ließen den Goldbergbau im Fichtelgebirge in den Hintergrund treten. Erst der Bayreuther Markgraf Georg Friedrich weckte (im 16. Jahrhundert) den Bergbau zu neuem Leben, wobei  er sich allerdings mit erheblich geringeren Erträgnissen an Gold zufrieden geben mußte. Im Jahre 1611 ergab die Grube “Fürstenzeche” nur noch 15 Mark reines Gold, wobei allerdings 1 Mark Gold gleich 125 Gulden bedeutete. Ende des 17. Jahrhunderts kam das Brandholzer Goldbergwerk neuerdings in Schwung: Markgraf Christian Ernst von Bayreuth ließ aus dem Brandholzer Gold Doppelducaten mit seinem und sogar seiner Gattin Bildnis prägen, die Rückseite zeigte den von der Sonne bestrahlten Goldberg mit der Umschrift: “Es kreisen die Berge und es wird vollendetes Gold geboren”.
Als später das Land Preußen Eigentum der bayreuthischen Lande wurde, beauftragte es den berühmten Naturforscher Oberbergrat Alexander von Humboldt mit der Leitung des Goldbergbaus im Fichtelgebirge. Dieser ließ mehrere Schächte graben, die aber kein nennenswetes Ertägnis lieferten. Außer Gold und Silber grub man jetzt auch Antimon. Als die Stadt Goldkronach bayrisch wurde, da lag die “Fürstenzeche” bereits verlassen da. Die preußische Regierung hatte schon Anfang des 19. Jahrhunderts die Bergwerke im Fichtelgebirge wegen Unrentabilität für verschiedene Bergleute freigegeben.  In den  fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts versuchte  die bayrische Regierung, den Goldkronacher Bergbau wieder aufzunehmen, sie hatte damit aber kein Glück. Denn im Jahre 1856 betrug die Goldgewinnung nur noch 4357 Gulden, das war weniger als die Unkosten verschlangen. Aus dieser Zeit stammen zwei Golddukaten, die auf Veranlassung König Maximilian II. als Probestücke geprägt wurden und die Inschrift trugen: “Aus dem Bergbau bei Goldkronach”. Sie gehören heute zu den größten Seltenheiten der Münzkunde. Im Jahre 1865 wurde der staatliche Goldbergbau im Fichtelgebirge endgültig eingestellt. Die in späteren Jahrzehnten von privater Seite erfolgten Schürfungen nach Gold blieben infolge einer gewissen Systemlosigkeit in den Anfängen stecken.
Da machte plötzlich im Jahre 1920 das Brandholzer Goldbergwerk wieder von sich reden. Von einer Anzahl Kapitalisten wurde die schon erwähnte “Bergbau-Aktiengesellschaft Fichtelgold”  mit dem Sitz in Brandholz gegründet, mit dem Zweck, das im Fichtelgebirge an mehreren Stellen gefundene Gold bergmännisch zu gewinnen. Die genannte Gesellschaft hat nach sorgfältigem Studium der alten Gänge und auf Grund zahlreicher geologischer Analysen den Goldbergbau tatsächlich aufgenommen und dabei die Feststellung gemacht, daß der Goldgehalt der Quarzgänge in diesem Gebiet im Durchschnitt 6 - 7 Gramm pro Tonne Gestein ergibt, was ungefähr den Verhältnissen in südafrikanischen Goldbergwerken entspricht. Im April 1921 wurde in Brandholz mit der Abteufung eines 200 Meter tiefen Schachtes begonnen, des “Ludwig-Wittmann-Schachtes”, der 1922 fertiggestellt war. In dem mit 15 Stempel versehenen Pochwerk zu Brandholz wurde das Rohmaterial zu feinem Staub verarbeitet, der mit Wasser vermischt über quecksilbrige Kupferplatten geleitet wurde. Während des Abfließens sanken die schwereren Goldteilchen zu Boden und wurden vom Quecksilber aufgenommen. Aus dem Überzug der Kupferplatten und dem in den Bottichen befindlichen Material wurde im Schmelztiegel dann das reine Gold gewonnen. In der Inflationszeit standen die Aktien der Gesellschaft “Fichtelgold” ungemein hoch im Kurs. Aber schon im Jahre 1925 geriet die Firma in Konkurs! Das Aktienkapital von 2,2 Millionen Goldmark war restlos verloren, weil sich der kostspielige Betrieb nicht rentierte. Die Ausbeute an Gold war viel zu gering; dazu stieg mitunter das Wasser in den Schächten bis zur 45 Meter Sohle. Da überließ man die Brandholzer Goldgrube allmählich ihrem Schicksal. Es wurde still um sie, um das Gold im Fichtelgebirge....... Möge die jetzige neue Firmengründung mehr Glück haben und der armen Bevölkerung des Fichtelgebirges Arbeit, Brot und Gold bringen!!!

Brandholz-480

Jede Sohle ist hier farbig gezeichnet, so erkennt man die verschiedenen Strecken dieser Anlage

Bei Holzfällarbeiten auf dem ehemaligen Zechengelände fiel ein größerer Baum auf einen am Schacht stehenden Birkenbäumche, dies wurde samt Wurzeln ausgerissen und ein Loch war zu sehen. Der damalige Besitzer rief das Bergamt Bayreuth an und bat um Rat zur Sicherung des entstandenen Loches.
man kam überein, daß die noch im Mutungsrecht liegende Firma Pegasus hier durch betonieren eines übergstülpten Hutes hier zur Sicherung verantwortilch zeichnete
Stefan Hedler aus Bischofsgrün wurde beauftragt, den Schacht zu fotografieren, um die Standfestigkeit zu erkunden

Bild-01
Bild-08
26-Fichtelgold-Stefan-Schachtbefahrung--058
Bild-06
Bild-02
Bild-15
Bild-09
26-Fichtel-Aurum-Berggold-1_1
Fichtel-Stefan---4-
Fichtel--562
B6-030--3-

Das neue Pochwerk: 3er von links Michael Götz, unser Heimatforscher als Maurer

26-Fichtel--234--3-
26-Fichtel--235--3-
26-Fichtel--237
26-Fichtel-206--2-
26-Fichtel--238--4-

Bauplan für den Förderschacht

Das später errichtete Trafohaus

Pegasos-Main Echo , 28.08. 1981
Im Fichtelgebirge soll wie einst wieder Gold gewonnen werden
Jahrhunderte hindurch wurde das Edelmetall abgebaut -1925 eingestellt
Goldkronach
(lby), Gold im Wert von 195 Millionen Mark will eine Nürnberger Explorationsfirma in der Nähe von Goldkronach im Fichtelgebirge abbauen. Nach Abschluß der Probeschürfungen kann vermutlich noch in diesem Jahr mit der Goldgewinnung begonnen werden, teilt ein Sprecher der Firma in Goldkronach mit. Das Gestein bis zu 800 m Tiefe reichende Quarzgängen hat einen Goldgehalt von 11 Gramm peo Tonne. Außerdem fallen beim Abbau größere Mengen des Edelmetalles Wolfram an.

    Während der Firma von einem rentablen Vorkommen spricht, hält das bayrische Wirtschaftsministerium eine wirtschaftliche Goldgewinnung für nicht gegeben: Vor der Presse in Goldkronach beklagten die SPD- Landtagsabgeordneten Walter Engelhardt (Bayreuth) und Heinrich Stenglein (Kulmbach), daß das Wirtschaftsministerium mit einem angenommenen Goldgehalt von 4,5 Gramm pro Tonne falsche Zahlen in die Welt setze. Die beiden Abgeordneten fordern nun vom Ministerium klare Auskünfte über die durch den Goldabbau auftretenden Beeinträchtigungen für die Bevölkerung, den Fremdenverkehr und die Umwelt durch mögliche Abbauhalden.
    In und um Goldkronach wurde bereits im Mittelalter und auch noch im 19. Jahrhundert Gold gewonnen. Der Abbau mußte allerdings 1925 eingestellt werden, da er mit den damaligen technischen Möglichkeiten unwirtschaftlich wude. Die Nürnberger Firma sowie ein internationaler Konzern wollen jetzt das glänzende Metall erneut ans Tageslicht befördern. Die Aufbereitung des Quarzes soll in einer Anlage in Westdeutschland oder Frankreich erfolgen. Die beiden Firmen haben zusammen die Schürfrechte auf einer Fläche von 582 Hektar erworben
    .

Bildergalerie1-176
[Goldbergknappen] [Rundgang Beginn] [Rund um Goldkronach] [Kindergarten] [Volksschule] [Geo Punkt 8] [Bergwerk "Goldkronach"] [Katholische Kirche] [Gottesacker mit Kapelle] [Wanderparkplatz] [Zartenhaus] [Gesegneter Friedrich] [Silberne Rose] [Main-+Zoppatental] [Pochwerk 1562] [Mühle+Rautenkrantz-Zeche] [Unterer Scheibenschacht] [Denkmale] [Steinbruch] [Glasmacher] [Schmidten-Weiher] [Pochwerk bayr. Zeit] [Heintzen-Weiberfeind-Schacht] [Schmidten-Schachthalde] [Nasses Lichtloch+Schulen] [Ludwig Wittmannschacht] [Tannen-Schacht] [Schönauer-Schächtlein] [Alter (Gold?) Schacht] [Oberer Scheiben-Schacht] [Jakobi-Schacht] [Rautenkrantz-Schacht] [Oberer Tannen-Schacht] [Ferber-Schacht +Rösche] [Ritter St.Georgzeche] [Gemeinsames Zechenhaus] [Pingen Name Gottes-Gang] [Mittlerer Tagstollen Name Gottes] [Tiefer Tagstollen Name Gottes] [Schmutzlerzeche] [Häfners-Graben] [Stadtkirche-Beschreibung] [Kirchgasse] [Kellergasse] [Museum+Stadtgeschichte] [Schloß Goldkronach] [Mühlen] [Goldwäscher] [Alaun-Beständig Glück] [Plana] [Links] [impressum]