goldgesicht
Ludwig Wittmannschacht Wein Signe

100 Jahre Ludwig Wittmann-Schacht
 

 

 

 

 

 

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Bergbaubetrieb Fichtelgold A.G. in Brandholz
von Michael Brandner Schuhmachermeister aus Goldkronach 1927

Nachdem im Jahre 1861 der Staatliche Bergwerksbetrieb im Goldkronacher Goldbergrevier durch die bayrische Regierung eingestellt war, trat im Bergbaubetriebe in dasigen Revier eine ziemlich lange Pause ein. Nach einigen schwachen Versuchen ging erst im Jahre 1907 wieder ein eigentlicher Betrieb an, damit kam wieder neues Leben in dad Bergbaurevier. Der damalige Leiter Direktor Otto Heer ging vorerst mit deinen Bergleuten nur den alten Strecken nach, die Arbeiten wurden vermutlich beim Schmidtenschacht und der Silbernen Rose, sowie bei der Schickung Gottes angefangen, die alten Strecken wurden wieder ausgerichtet. Nachdem durch den im Jahre 1914 ausgebrochenen Weltkriege und besonders nach Beendigung desselben

 

 

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Fritz Zürl schrieb am 17.8.1988:
Zur Geschichte der Gold-und Fürstenzeche
im Goldkronacher Revier

1853 “ein Besuch im Goldkronacher Bergbaugebiet”
veröffentlicht von Dr. Singer im Siebenstern 2/1961
Der Besucher Dr. Winterling beschreibt anschaulich die Arbeitsweise des Waschwerks.
1856 Antimonnachfrage groß: Weiters Waschwerk vorgesehen
17. 10. Bergbau in Erbendorf geht in Gewerkschaft über.
1857 19.2. “Erbendorfer und Brandholzer Erzbergbau und Hüttengewerkschaft”
1859 Oktober “Erbendorfer Bergbauhüttenverein”
Seit 1857 : Abbau nur noch auf Antimon, auf Gold eingestellt.
1860 25. 7. Aktiengesellschaft:
Hauptaktionäre: Bayrischer Staat,
Hofbankier Jos. v. Hirsch, München
Freiherr v. Cramer-Klett, Nürnberg
u.a.
Bergmeister in Brandholz:, ( Hahn )
Vertreter in Erbendorf :(Ostler, Obereifahrer)
1860-1864 : Ausbäute Jährlich etwa 300 Zentner Antinon
1865 Protokoll: Einschätzung der Gebäude und Grundstücke
1866 16.4. 1866 Jos. v. Hirsch ersteht als Aktionär des Erbendorfer Bergbau- und Hüttenvereins u. a. die Brandholzer Bergbaugebäude und Grundstücke einschließlich der Mutung
1867 Verkauf des Zechenhauses usw. mit Grund an Karl Steger
1874 Verkauf des Pochwerkes, Schmelzhütte usw. ohne Mutung an Karl Steger
1906 ab da Bergdirektor Otto Heer bereitet neuen Bergbau vor
1919 Zusammenkunft von Otto Heer, Dr. Favreau mit mehreren Persönlichkeiten  in Brandholz (im alten Zechenhaus Unterer Scheibenschacht)
1920 Gründung der Aktiengesellschaft “Fichtelgold”
1920 Pochwerk, Schmelzhütte, Kohlenhaus, Erzsturzplatz verkaufen Geschwister Steger an Fritz Mösch, Elektriker.
Beginn der Stromversorgung in Brandholz.
1922 Fichtelgold AG kauft obige Grundstücke und Gebäude, verpflichtet sich zur weiteren Stromversorgung.

 

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Mitte: Prof Puschendorf,
der später in Claustal-Zellerfeld lehrte

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Fritz Zürl schreibt am 17.8. 1988:
Zur Geschichte der Gold- und Fürstenzeche
im Goldkronacher Revier

Der Tiefe Fürstenstollen (Christian Ernst Stollen) und seine Schächte

1363/1400    Der untere Scheibenschacht mit den ersten Licht- , Luft- und            Förderschächten genannt, die zum Christian Ernststollen gehören.
1607     Bergmeister Marcell Heß: Der untere Scheibenschacht, “wo jetzt alle F  örderung gehalten wird, ist krank”.
1614    Voigt Dresselscher Riß der Alten Gold- und Fürstenzeche;
Unterer Scheibenschacht mit Fahr- und Förderschacht, Scheibe für Scheibenknechte
1722    Beuyel : Markscheiderrisse im Vergleich mit der Trommleschen Charte
1773     Schönauer- Plan:  Verlegung des Bergbaus nach Süden
1786     Grund - und Saigerriß über Schmidtenstollen und Fürstenzeche, sowie Tagzug von den ehemaligen Christians Stollen.
1785     Hofmeister Füssel mit Zöglingen im Schmidtenstollen.
1794/1795 Drei Humboldt Briefe : Probieranstalt, -gewichte.
1797      Riemann : Grund- und Seigerriß der Fürstenzeche.
1794/1802 Pochwerk, Röstofen, Erzmühle gebaut
1803     Generalbefahrungs- protokoll Goldkronach, die Fürstenzecher Wäsche betr.
1827/1828 Wiedergewältigung des Tiefen Christian Stollen durch bayrischem Staat, Auftrag an Bergamt Wunsiedel in Brandholz, Protokoll
1828     Pläne und Schriften über Tiefen Christians Stollen
1830/1832 Winkelbuch , Markscheideraufnahmen
1836      Goldkronacher Stadtbrand uund seine Folgen, Bericht des Bergamtes Wunsiedel in Brandholz
1837      Die Fläche der Spießglasgrube  Fürstenzecher Trümmer (Schmidtenschacht) wird com bayrischen Staat beträchtlich erweitert,
1831 hatte er bereits die Schickung Gottes- Zeche von Eigenlöhnern übernommen.
1844     Funkt, Christ. Schmidt: Grund- und Seiger- und Quer-riß über die   Spießglanzzeche Fürstenzecher Trümmer.
1849      Antimon- Fund am Flügelort Schickung Gottes
1851 Protokoll, Betrieb, Hebung Aerarial Bergbaus Zechenhaus 28.6. 1651
1851    bayr. König Maximilian II. am 9.7. 1851 hielt sich 2 Stunden im Zechenhaus des            Unteren Scheibenschachtes auf, bevor er mit Gattin nach Alexandesbad zur Kur ging
 

 

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August Sieghardt aus Nürnberg schrieb 1933
Wiederaufnahme des Bergbaus bei Brandholz
Kürzlich hörte man, daß in Stuttgart eine neue Gesellschaft mit 6000 Anteilen errichtet worden sei, die die alten Bergschächte der  alten ehemaligen, 1920 gegründeten “Bergbau Aktiengesellschaft Fichtelgold” in Brandholz bei Berneck i.Fi. erworben hat und die Gewinnung von Gold, Silber Antimon und andere Erzen in ihren 463 Hektar umfassenden Grubenfeldern im Fichtelgebirge wieder aufnehmen will.
Nicht nur im Fichtelgebirge, sondern auch im übrigen Bayern wird man diese Mitteilung mit einiger Bewunderung aufnehmen, denn alles, was man bisher, besonders in den letzten zehn Jahren, über das Wiederaufleben des Gold- und Silberbergbaus im Fichtelgebirge und über die Entwicklung dortiger Bergbaugesellschaften gehört hat, war nicht dazu angetan, das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der Öffentlichkeit zu diesem Industriezweig zu befestigen. Es gab mehr Endtäuschungen  als  Erfolge, und nicht nur Hunderttausende, sondern Millionen wurden bei  diesem mit großer Hoffnungen begonnenen Versuchen, im Fichtelgebirge nach Gold und Silber zu graben, verloren. Es ist seltsam, daß der mehr als tausendjährige Traum von ausgiebigen Goldadern in dieser Gegend auch heute noch Anhänger findet. Die allerersten Schürfungsversuch  nach Gold wurden im Fichtelgebirge schon im neunten Jahrhundert , also vor rund elfhundert Jahren, unternommen. Mittelpunkt war das Städtchen Goldkronach, das jahrhundertelang das ersehnte Ziel aller Goldsucher war. Unter der Regierung des Burggrafen Friedrich V. , der Goldkronach zur Stadt erhob, wurde hier, am sogenannten Goldberg, ein regelrechter  Goldbergbau betrieben, der in der Zeit von 1365 bis 1430 seine Blütezeit erlebte und zu den kühnsten Hoffnungen berechtigte. Obwohl das eindringende Wasser die völlige Ausnutzung der Gruben verhinderte, ergab sich bei den Schürfungen ein Reinertrag von 2400 rheinische Gulden pro Woche. Am ergiebigsten erwies sich die sogenannte Fürstenzeche  bei dem Dorfe Brandholz. Unter  den fremden Goldsuchern, die ins Fichtelgebirge kamen, waren die Walen, das heißt die Welschen, stark vertreten. Kriegszeiten, wie der Hussitenkrieg und der 30 jährige Krieg, sowie die Entdeckung von Goldfeldern im Ausland, ließen den Goldbergbau im Fichtelgebirge in den Hintergrund treten. Erst der Bayreuther Markgraf Georg Friedrich weckte (im 16. Jahrhundert) den Bergbau zu neuem Leben, wobei  er sich allerdings mit erheblich geringeren Erträgnissen an Gold zufrieden geben mußte. Im Jahre 1611 ergab die Grube “Fürstenzeche” nur noch 15 Mark reines Gold, wobei allerdings 1 Mark Gold gleich 125 Gulden bedeutete. Ende des 17. Jahrhunderts kam das Brandholzer Goldbergwerk neuerdings in Schwung: Markgraf Christian Ernst von Bayreuth ließ aus dem Brandholzer Gold Doppelducaten mit seinem und sogar seiner Gattin Bildnis prägen, die Rückseite zeigte den von der Sonne bestrahlten Goldberg mit der Umschrift: “Es kreisen die Berge und es wird vollendetes Gold geboren”.
Als später das Land Preußen Eigentum der bayreuthischen Lande wurde, beauftragte es den berühmten Naturforscher Oberbergrat Alexander von Humboldt mit der Leitung des Goldbergbaus im Fichtelgebirge. Dieser ließ mehrere Schächte graben, die aber kein nennenswetes Ertägnis lieferten. Außer Gold und Silber grub man jetzt auch Antimon. Als die Stadt Goldkronach bayrisch wurde, da lag die “Fürstenzeche” bereits verlassen da. Die preußische Regierung hatte schon Anfang des 19. Jahrhunderts die Bergwerke im Fichtelgebirge wegen Unrentabilität für verschiedene Bergleute freigegeben.  In den  fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts versuchte  die bayrische Regierung, den Goldkronacher Bergbau wieder aufzunehmen, sie hatte damit aber kein Glück. Denn im Jahre 1856 betrug die Goldgewinnung nur noch 4357 Gulden, das war weniger als die Unkosten verschlangen. Aus dieser Zeit stammen zwei Golddukaten, die auf Veranlassung König Maximilian II. als Probestücke geprägt wurden und die Inschrift trugen: “Aus dem Bergbau bei Goldkronach”. Sie gehören heute zu den größten Seltenheiten der Münzkunde. Im Jahre 1865 wurde der staatliche Goldbergbau im Fichtelgebirge endgültig eingestellt. Die in späteren Jahrzehnten von privater Seite erfolgten Schürfungen nach Gold blieben infolge einer gewissen Systemlosigkeit in den Anfängen stecken.
Da machte plötzlich im Jahre 1920 das Brandholzer Goldbergwerk wieder von sich reden. Von einer Anzahl Kapitalisten wurde die schon erwähnte “Bergbau-Aktiengesellschaft Fichtelgold”  mit dem Sitz in Brandholz gegründet, mit dem Zweck, das im Fichtelgebirge an mehreren Stellen gefundene Gold bergmännisch zu gewinnen. Die genannte Gesellschaft hat nach sorgfältigem Studium der alten Gänge und auf Grund zahlreicher geologischer Analysen den Goldbergbau tatsächlich aufgenommen und dabei die Feststellung gemacht, daß der Goldgehalt der Quarzgänge in diesem Gebiet im Durchschnitt 6 - 7 Gramm pro Tonne Gestein ergibt, was ungefähr den Verhältnissen in südafrikanischen Goldbergwerken entspricht. Im April 1921 wurde in Brandholz mit der Abteufung eines 200 Meter tiefen Schachtes begonnen, des “Ludwig-Wittmann-Schachtes”, der 1922 fertiggestellt war. In dem mit 15 Stempel versehenen Pochwerk zu Brandholz wurde das Rohmaterial zu feinem Staub verarbeitet, der mit Wasser vermischt über quecksilbrige Kupferplatten geleitet wurde. Während des Abfließens sanken die schwereren Goldteilchen zu Boden und wurden vom Quecksilber aufgenommen. Aus dem Überzug der Kupferplatten und dem in den Bottichen befindlichen Material wurde im Schmelztiegel dann das reine Gold gewonnen. In der Inflationszeit standen die Aktien der Gesellschaft “Fichtelgold” ungemein hoch im Kurs. Aber schon im Jahre 1925 geriet die Firma in Konkurs! Das Aktienkapital von 2,2 Millionen Goldmark war restlos verloren, weil sich der kostspielige Betrieb nicht rentierte. Die Ausbeute an Gold war viel zu gering; dazu stieg mitunter das Wasser in den Schächten bis zur 45 Meter Sohle. Da überließ man die Brandholzer Goldgrube allmählich ihrem Schicksal. Es wurde still um sie, um das Gold im Fichtelgebirge....... Möge die jetzige neue Firmengründung mehr Glück haben und der armen Bevölkerung des Fichtelgebirges Arbeit, Brot und Gold bringen!!!

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Jede Sohle ist hier farbig gezeichnet, so erkennt man die verschiedenen Strecken dieser Anlage

Bei Holzfällarbeiten auf dem ehemaligen Zechengelände fiel ein größerer Baum auf einen am Schacht stehenden Birkenbäumche, dies wurde samt Wurzeln ausgerissen und ein Loch war zu sehen. Der damalige Besitzer rief das Bergamt Bayreuth an und bat um Rat zur Sicherung des entstandenen Loches.
man kam überein, daß die noch im Mutungsrecht liegende Firma Pegasus hier durch betonieren eines übergstülpten Hutes hier zur Sicherung verantwortilch zeichnete
Stefan Hedler aus Bischofsgrün wurde beauftragt, den Schacht zu fotografieren, um die Standfestigkeit zu erkunden

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Das neue Pochwerk: 3er von links Michael Götz, unser Heimatfordcher als Maurer

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Bauplan für den Förderschacht

Das später errichtete Trafohaus

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